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| Projektbeschreibung Blickachse 02 |
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| Titel SeaWorms - Eine im Wind bewegte Installation – |
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| Mehrere bis zu vier Meter hohe Würmer sollen auf einem Floß aus
Stämmen – etwa 1 x 2 m – seitlich der kleinen Insel auf dem See des
Parks von Schloß Herrnsheim erscheinen. (Siehe Anlagen.) Sie bestehen
aus leichtem Drain-Rohr, ummantelt mit Material aus Kokosfasern. Im
Rohr-Inneren, Æ10 und 16 cm, befinden sich Federstäbe. Die Objekte
werden windsicher mit Schellen über Eisenfüßen befestigt und mit ihren
Grundplatten auf dem Holzfloß aufgeschraubt. Das Floß wird frei schwimmend
verankert.. Bisher waren Exemplare dieser Wurm-Spezies, pneumatisch
bewegt, an unterschiedlichen, meist öffentlichen Orten zu sehen. Die
Kreaturen kommen gleichermaßen im Freien, wie in geschlossenen Räumen
vor. Zu Wasser reicht schon ein leichter Frühlingswind aus, den oberen
Teil der labilen Würmer in Bewegung zu versetzen. Natürlich gilt es
besonders in der Wurm-Kapitale Worms, die Würmer hoch zu achten. Denn
schon im 12. Jahrhundert wurde von Kaiser Friedrich Barbarossa die
Stellung von Worms durch Freiheitsbriefe erweitert, was soviel hieß,
wie: Freedom for Worms! Freiheit für Würmer! Darum wurde auch später,
im Herbst 2001, einer Wurmgruppe in der Barbarossa-Pfalz Gelnhausen
das Gastrecht gewährt. Auch war das ehemalige Bistum Worms 1648 mit
Trier, der Heimatstadt von Runwalt, in Personalunion verbunden. Außerdem
wurde Worms als Mittelpunkt des Königreichs Burgund im Nibelungenlied
besungen, in einem Lied, in dem ein seltsamer Wurm vorkommt. Und wahr
ist allemal: Ohne die Lebensleistung des Wurms gibt es nicht das Wachstum
der Pflanze und ohne das lebenswichtige Grün nicht den Menschen. Beispielsweise
unter einer mit einer Viehherde dicht bestandenen Wiese findet sich
in bis zu zehn Metern Tiefe genauso viel an Biomasse Wurm, wie darüber
an Biomasse Herdentier. Im englischen Schloßpark von Herrnsheim gibt
es auch so viele Würmer, und selbst einst im Paradies war das Wachstum
des Baums der Erkenntnis ohne den Wurm undenkbar. Ebenso ist erforscht
- und dies sollte uns bescheidener machen: die größte Biomasse auf
unserer Erde sind nicht wir, die Menschen, sondern sie, die Würmer.
So dürften nicht nur Wissenschaftler, sondern auch bodenkundige Leute
aus dem Wormser Land - das schon zur Jungsteinzeit besiedelt war -
auf das so genannte Wurmlosungsgefüge gestoßen sein. Es ist darum
wichtig, dass dem seit Urzeiten meist im Verborgenen lebenden Tier
- das den großen Auftrag der Natur in sich trägt, für unser lebenswichtiges
Grün zu sorgen - eine Ehrung gebührt, und dies natürlich ganz besonders
in Worms, dem Knotenpunkt für Würmer. Außerdem ist uns allen bekannt,
dass schon Adam und Eva, genau so wie wir, armselige Erdenwürmer waren.
Die existenzielle Ähnlichkeit des Menschen mit dem Wurm ist geradezu
bemerkenswert und dies nicht nur hinsichtlich des genetischen Codes...
Dazu im 17. Jahrhundert der französische Religionsphilosoph und Naturwissenschaftler
Blaise Pascal: „ Welche Chimäre also ist der Mensch! Welche Neuheit,
welches Monstrum, welches Chaos, welches Gefäß des Widerspruchs, welches
Wunder! Richter aller Dinge, armseliger Erdenwurm; Verwalter der Wahrheit,
Kloake der Unsicherheit und des Irrtums: Herrlichkeit und Auswurf
des Weltalls... Wer wird die Verwirrung lösen?...“Das Erscheinen von
„SeaWorms“ im Schloßpark von Herrnsheim ist somit in vielerlei Hinsicht
für Worms aktuell. Im Übrigen ist eine Blickachse ein schnurgerader
Wurm, der sich liebend gern ausrichtet in Richtung seiner Art-Genossen. |
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| 1945 geboren, aufgewachsen in Trier |
| Studium der Kunstgeschichte, Philosophie und Klassischen Archäologie
in Saarbrücken Schülerin von Beuys an der Freien Universität Kassel
(10800 Sekunden), lebt zwischen Frankfurt am Main und Wiesbaden |
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| Ausstellungen |
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| 2001 Barcelona, Casa L’Amella, „el gusano“ S. Luxembourg, musée
nature (Wurmgesellschaft – Congregatio vermiculorum“). Sankt Andreasberg,
7. Kunstausstellung des Nationalpark Harz, Installation „Wanderwürmer“,
Katalog, Andreas-Kunstpreis. Gelnhausen, im Innenhof der Kaiserpfalz
des Barbarossa, „Wurmgruppe“ (‚Kunstrasen‘ des Archäologischen Spessart-
Projekts). Usingen, galerie forum, S. Aschaffenburg, 2. Aschaffenburger
Kulturtage, Wurmgruppe im Schlossgarten, (‚Kunstrasen‘ des Archäologischen
Spessartprojekts). Kelkheim-Ruppertshain, Am Zauberberg, Rosenborn-Galerie.
Hamburg, Zoologisches Museum der Universität Hamburg, „Wurmgesellschaft
- Congregatio vermiculorum“, S. Kiel, Steigenberger Hotel, „Wurmgesellschaft
Dinner“, S. Köln, Messe KunstKöln 2001, Galerie art & living, Siegen.
Frankfurt am Main, Art McCann; Skulpturen (in Vorbereitung) S |
| 2000 Frankfurt am Main, Senckenberg Museum, „Wurmgesellschaft -
Congregatio vermiculorum“, pneumatisch bewegte Objekte S. Frankfurt
am Main, Buchhandlung Hugendubel, „Bücherwurm“, pneumatisch bewegtes
Objekt S. Frankfurt am Main, Buchmesse, Stand Wissenschaftliche Buchgesellschaft,
„Bücherwurm B. M.“, pneumatisch bewegtes Objekt S. Bad-Orb, Steigenberger
Hotel; „Wurmgruppe Dinner“, pneumatisch bewegte Objekte S . Bad Orb,
Kurpark, Wanderausstellung der „Wurmgruppe Spring“, pneumatisch bewegte
Objekte im Rahmen des ‚Kunst-Rasen‘ des Archäologischen Spessartprojekts
. Kronberg, Receptur, Skulpturen S. Wiesbaden, Kapellenturm Burg Sonnenberg,
Installation von Objekten S. Reichshof, Kunstkabinett Hespert, S.
Autobahnraststätten Spessart Nord und Spessart Süd, im Außenbereich
„dinner for two“, Installation. Rohrbrunn, vor dem Jagdschloss Luitpoldhöhe;
pneumatisch bewegte Objekte im Rahmen des ‚Kunstrasen‘ des Archäologische
Spessart-Projekt e. V., Kunstpreis. Liège, Belgique; L’Eurofeu au
Pays de Liège, Skulptur. Wiesbaden, Galerie Hänel, Skulpturen |
| Frankfurt am Main, Internationales Theater, Installation von Skulpturen
S |
| 1998 Trier, Deutsche Richterakademie, Skulpturen und Objekte S |
| 1997/98 Romanmanuskript „Richtersamen“) |
| Wiesbaden, Am Römerberg, Installation von Skulpturen und Objekten
vor dem Frauenarchiv S. Kronberg, Receptur, Bilder und Skulpturen
S |
| Morsbach, Ehem. Gerberei, Stiftung für Kunst und Kultur e.V. Bonn
und Kunstkabinett Hespert Reichshof, Installation. Düsseldorf, „art
multiple“, Kunstkabinett Hespert Reichshof, Katalog, Installation
von Skulpturen |
| 1994 Bad Soden a. T., Ehem. Fabrik Eden, Installation von Skulpturen.
Hofheim a. T., Weilbächer Wälder, Installation von Skulpturen S. Frankfurt
am Main, Museum für Angewandte Kunst, Kunstprojekt anlässlich der
1200-Jahrfeier Frankfurts im Außenbereich, Installation von Skulpturen
und Objekten |
| 1993 Genf, Messe „Europ‘ Art“, Galerie Oevermann, Bilder, Skulpturen
und Objekte (Katalog). Frankfurt am Main, Galerie Oevermann, Bilder,
Skulpturen und Objekte (Katalog) S |
| 1989 Freiburg i. B., Kunstverein, IV. Freiburger Symposium, Modell,
„Kunst im Container |
| S = Solo Ausstellungen |
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| Kontakt |
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| Runwalt |
| art@runwalt.de |
| http://www.runwalt.de |
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